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Stellenfahndung |
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Bei diesem Projektbestandteil geht es darum, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten aller Art im Programmgebiet "Soziale Stadt" zu erfassen und in einem "Stellenatlas der Gemeinwesenökonomie" zu dokumentieren. Erfasst werden sowohl Stellen auf dem 1. Arbeitsmarkt (Vollzeit, befristet, Teilzeit) als auch Tätigkeiten, die nur vorübergehend angeboten werden oder die in einem Honorarverhältnis möglich sind. Darüber hinaus werden unterschiedliche Formen von Bürger- und Gemeinwesenarbeit "aufgespürt".
Der zweite Projektbaustein geht also von der These aus, dass auf Stadtteilebene - bei hoher Arbeitslosigkeit - dennoch mehr Arbeit vorhanden ist, als öffentlich bekannt gemacht wird. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen fehlt es oft an Zeit, Kraft und Personal, um aufwendig nach dem passenden neuen Mitarbeiter zu suchen. Dennoch besteht ein unterschiedlich gearteter Bedarf nach neuen Kräften.
Aus diesem Grund ist es Aufgabe des Stellenfahnders und seines Mitarbeiters, vorrangig im Programmgebiet, aber auch darüber hinaus, versteckte, "schlafende" Arbeit zu identifizieren, zu beschreiben und den Stadtteilbewohnern sowie Trägern und Institutionen bekannt zu machen. Dazu wird eine standardisierte Befragung, verbunden mit leitfadengestützten Interviews vorgenommen. Im Ergebnis wird ein realitätsnaher Einblick in das tatsächliche lokale Arbeitsangebot möglich.
Das Ergebnis nach viermonatiger Arbeit (Januar bis April 2008) ist ein "Stellenatlas der Gemeinwesenökonomie", der datenbasiert lokale Ressourcen, Bedarfe, Zugangswege und Bedingungen für Teilhabe, Arbeit und Beschäftigung unterschiedlicher Formen im lokalen Raum beschreibt.
Befragt werden sowohl Haushalte in Bezug auf erwünschte personennahe Dienstleistungen (Nachfrageseite), als auch Vertreter von Handwerk und Wirtschaft unterschiedlicher Branchen (Angebotsseite). Einbezogen werden ebenso soziale Träger, sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen. Mindestens 200 Adressaten werden erreicht.
Erfasst werden dabei nicht nur die Tätigkeiten auf dem 1. Arbeitsmarkt, sondern alle Teilhabemöglichkeiten und auch bisher nicht aktivierte Arbeitsfelder. Die Zugänge sollen sowohl den marktorientierten Sektor als auch den öffentlich geförderten Bereich und das Segment der nachbarschaftlichen, stadtteilorientierten Selbsthilfe umfassen. Aufgabe des Stellenfahnders ist es, diese Ergebnisse sowohl den Vertretern der ARGE und der Arbeitsagentur, der integrierten Stadtentwicklung als auch den Gremien der Sozialraumplanung zugänglich zu machen und Wege zur Nutzung zu diskutieren.
Es ist Ziel, die dauerhafte Implementierung eines Stellenfahnders aus dem Gemeinwesen (von unten) vorzubereiten und damit ebenfalls ein neues Tätigkeitsfeld an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Arbeitsmarktförderung zu installieren.
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